Zuviel Macht für eine Person - Kritik am Bewerbungssystem

von HerrNewstime 21.10.2021 5 Antworten 500 Aufrufe
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HerrNewstime

21.10.2021, 02:22

Sehr geehrte Damen und Herren,


es gibt aus meiner Sicht ein großes Problem mit dem aktuellen Bewerbungsverfahren der Regierung. Man kann immer mehr den Eindruck bekommen, dass nur nach persönlicher Sympathie entschieden wird, wer zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wird und mit wem man komplett das Gespräch verweigert.


Ich meine, zu wenige dürfen darüber entscheiden, wer die Chance auf ein Gespräch bekommt - Im Wesentlichen hängt es von einer Person ab, die wäre hier der Stabschef, wenn der Stabschef von Anfang an keine Lust auf entsprechenden Bewerber hat, weil es z.B. eine alte Vorgeschichte gibt, hat man schon direkt verloren. Selbst wenn alle objektiven Kriterien und Fakten für den Bewerber sprechen, selbst wenn der Bewerber quasi ein Replikat des Anforderungsprofils ist, hat man zum jetzigen Zeitpunkt keine Chance in irgendeiner Form wenigstens ins Bewerbungsgespräch zu kommen.


Ich für meinen Teil hätte mich unendlich gefreut, wieder nach Monaten in der Staatsanwaltschaft arbeiten zu dürfen. Das wurde mir leider nach fast einer Woche warten, ohne ein Bewerbungsgespräch, verwehrt - Und das, obwohl mir ganz klar von anderer Seite aus der Regierung gesagt wurde, dass die Staatsanwaltschaft dringend Leute sucht.

Ich finde es schade, dass sich die Regierung in eine solche Richtung entwickelt. Das Problem ist aus meiner Sicht tiefgreifend und leider auch kein neues unter der alten Leitung wurde ebenso gezielt Gesprächen aus dem Weg gegangen - leider.

Für Manche heißt es leider, sobald du einmal aus der Regierung raus bist, hast du nie wieder die Chance reinzukommen.


Hochachtungsvoll
Prof. Eberhard Cunningham

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Dieter Pauseback

21.10.2021, 03:11

Werte Leser,
werter Herr Cunningham,

ich fühle mich mal so frei, meinen Senf dazu abzugeben. Tatsächlich betrifft mich ein ähnliches Schicksal, auch ich bedaure es, allerdings anzumerken, dass ich den Fehler nicht bei anderen suche oder bei der Behörde, in der ich gerne angestellt werden würde sondern bei mir. Selbstreflexion ist der erste konstruktive Schritt zur Einsicht und zur Verbesserung. Die Regierung ist, verglichen mit anderen Behörden, eine ziemlich kleine, das wird sie auch nach Strukturveränderungen und Mitarbeiteranheuerung in Relation zum Rest bleiben. Das ist auch gut so! Daraus resultiert jedoch nunmal, dass sehr darauf geachtet wird, welches Personal potenziell angestellt wird. Obgleich man Kompetenz aufweist oder nicht, es ist ein Team, das aufgrund seiner größe in gewissen Maßen funktionieren muss, weshalb es äußerst verständlich ist, da eine besondere Nähe auch zum Führungspersonal die Regel ist, dass in erster Linie das Team und dessen Zusammenarbeit geachtet wird.


Es spielt übrigens nicht nur die Tatsache eine Rolle, dass man mal aus irgendeiner Behörde rausgegangen (worden) ist sondern auch die Art und Weise, wie das geschehen ist und aus welchen vermeintlichen Gründen, aber das nur am Rande.


Ihre Kritik wirkt ziemlich individuell, jedoch verallgemeinern Sie diese leider an zu vielen Stellen, so z.B., dass "man" keine Chance habe, in irgendeiner Form wenigstens ins Bewerbungsgespräch zu kommen. So groß der Spürbare Ehrgeiz auch ist, so hoch angesetzt das Elan auch ist, finde ich es sehr bedauerlich, dass Sie öffentlich eine Wertung der Regierung vornehmen. Die Regierung entwickle sich in eine solche und solche Richtung...
Dabei vergessen Sie leider den Fakt, dass Sie negativ aufgefallen sind, nicht nur in anderen Behörden sondern auch offensichtlich in der Regierung. Das sage ich, als Zivilist, der von Drittparteien diese Informationen bekommen hat. Wenn Sie so unfassbar gern in die Regierung wollen, sollten Sie vielleicht darüber nachdenken ein persönliches Gespräch anzusetzen, und nicht verallgemeinernde Manöverkritik schriftlich zu äußern.
Trotzdem das jetzt sehr kritisch ausgefallen ist, hoffe ich natürlich auf Einsicht Ihrerseits und verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung,

Brandt.

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HerrNewstime

21.10.2021, 03:28

Werter Kollege Brandt,


ihr persönliches Schicksal ist mir durchaus bekannt und es tut mir aufrichtig leid, dass vieles auch für Sie persönlichen Nachhall erfahren hat.


Es ist natürlich nur eine persönliche Sichtweise von mir, die mich zu meinem Werturteil gebracht hat, aber für Diese erlaube ich es mir nach dieser ganzen Zeit auch einstehen zu dürfen. Unsere beiden Fälle sind nicht miteinander zu vergleichen. Seit Tag 1 meiner Einreise hab ich noch keine einzige Akte bekommen und sämtliche Verfahren, die mich betrafen, wurden eingestellt. Wir Beide haben eine andere Historie und ich finde es ist langsam an der Zeit auch die aktuellen Probleme der Regierung zu thematisieren, ein einfaches "Weiter so" darf es aus meiner Sicht nicht geben, dafür kenne ich einfach auch zu viele gute Leute, die ein für alle Mal für die Regierung verbrand sind. Man könnte, wenn man möchte ein richtig tolles Team auf die Beine stellen.


Meine Anmerkung hat ein konstruktives Ziel und ich hoffe, dass diese zumindest etwas Gehör findet und dass zukünftig sich die Regierung auch wieder Gesprächen öffnet und von dieser Form der Abfertigung wegkommt.


GaLiGrü
Ebi

Dieter Pauseback

21.10.2021, 03:48

Ich nochmal,

erstmal danke für Dein/Ihr Verständnis und das zeitige Antworten.
Ja, auch ich kenne Menschen, die wären/sind gut in der Regierung aufgehoben und ja, auch ich kenne Menschen, die sind leider überhaupt nicht gut dort aufgehoben, das ist aber zu allem Bedauern normal. Den Ansatz und Anstoß zur Veränderung schätze ich sehr, jedoch muss jeder damit klarkommen, dass es immer Menschen gibt, die (gewollt oder ungewollt) aus einer Behörde ausgeschlossen werden. Das sind auch keine Einzelfälle, und für jeden Einzelnen ist es schade. Ich denke, dass natürlich ein Streben nach "besser", "weiter" etc. in einem Rahmen menschlich ist und vor allem auch zu verfolgen ist, man sollte aber berücksichtigen, dass die Regierung nach diesen Personalveränderungen etwas aufgewühlt und in einer Art "Findungsphase" ist. Nichtsdestotrotz ist die angesprochene systematische Ausgrenzung gewisser Personen/-kreise unvertretbar, das gilt auch für den gesamten Staatsapparat.

Es sind zwei Perspektiven von Außenstehenden, die hier aufeinander treffen, vielleicht wäre es förderlich, dass sich ein Regierungsmitglied dazu äußert. Ich denke nämlich, dass mangelnde Transparenz (nicht negativ!) in puncto Veränderung (/Was ist geplant/Wo wollen wir hin...) einfach dazu führt, dass sich solche Probleme oder Fragen auch in anderen Bevölkerungsteilen häufen. Umso mehr begrüße ich es, dass seitens der Regierung der Kontakt mit den Bürgern geknüpft wurde durch ein FAQ.


Nichtsdestotrotz empfehle ich dir nochmal ein persönliches Gespräch zu suchen, das kann viel Problem klarifizieren/ aus dem Weg schaffen.


Damit fordere ich auch gleichzeitig die Regierung auf, ein Statement zur aktuellen Situation abzugeben und zu äußern, wie die Entwicklung der Regierung unter Leitung von Herrn Silas Grimes geplant ist.

GaLiGrü zurück,
Brandt

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HerrNewstime

21.10.2021, 04:02

Mein lieber Dieter,


habe dem eigentlich nichts hinzuzufügen, ich glaube das, was gerade fehlt, ist eine gute Gesprächskultur.


Ich bin alles andere als ein Fan von derartigen Schriftstücken, oder schriftlichen Bewerbungen, ist einfach nicht meins, aber auf der anderen Seite wird das aus für mich unerfindlichen Gründen immer erwartet. Ich meine wir bräuchten Gespräche, die sich nicht nur auf den Postverkehr beschränken, sondern wir brauchen wirkliche Gespräche. Mein persönlicher Eindruck ist, dass solchen Gesprächen leider aus dem Weg gegangen wird.


Man könnte das hier endlos im Postkasten fortführen, aber das ist der falsche Weg. Ich meine wir brauchen eine wirkliche Debatte und dieses aus dem Weg gehen muss eigentlich auch mal ein Ende finden, zumal es hierfür aus meiner Sicht keinen Grund gibt.


Ebi

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Silas Grimes

21.10.2021, 17:22

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Los Santos, den 21.10.2021


Sehr geehrte Damen und Herren,

Sehr geehrter Herr Prof. Eberhard Cunningham,



natürlich möchte Ich mich Ihrer Anfrage bzw. Beschwerde annehmen und gebe nun hier einen Einblick in unseren Bewerbungsablauf, die Behörde im allgemeinen, den Personalwechsel & weitere Themen.

Ich setze bewusst keine "Stellungnahme" an, da es von Seiten der Regierung keine Krisensituation etc. gibt die eine offizielle Stellungnahme erfordert, auch wenn Sie das eventuell so sehen.


Zuerst möchte Ich auf den von Ihnen gewählten "Titel" eingehen. Wenn Sie eine niveauvolle und professionelle Beschwerde oder Kritik abgeben möchten, ist eine Konfrontation mit persönlichen Defiziten die Sie mit der Ablehnung Ihrer Bewerbung schließen, meiner Meinung nach der falsche Weg. "Macht" ist ein sehr gewagtes Wort um eine Personalpolitik einer Behörde anzuzweifeln, da ich in meiner Position mit den Minister*innen zusammen, keine Macht ausübe sondern ein verantwortungsvolles Amt führe, welches ich mit stolz zugetragen bekommen habe.


Im Wesentlichen fängt die Personalpolitik der Regierung in den einzelnen Departments an. Jedes Ministerium entscheidet grundsätzlich selbstständig welche Mitarbeiter*innen für eine Anstellung in der Regierung in Frage kommen. Dafür hat jeder Bewerber die gleichen Chancen und wird neutral bewertet, so wie auch Sie bei Ihrer 1. Anstellung. Sollte sich während der Ausschreibung und Evaluierung der entsprechenden Bewerbung kein hinreichender Grund für eine Ablehnung herausstellen, so beginnt die Karriere mit dem Praktikum. Nach dem einwöchigen Praktikum entscheidet das Ministerium mit dem entsprechenden Abteilungsleiter anschließend, ob eine Übernahme für sinnvoll empfunden wird. Dies hängt von Faktoren wie zum Beispiel Teamfähigkeit, Engagement, Gründlichkeit und Arbeitsmoral ab. Sollte anschließend kein Mitglied des Kongress oder ein Mitarbeiter, der triftige Gründe bietet, eine Anmerkung oder ein Veto einlegen, so erfolgt eine Einstellung im mittleren Dienst.


Anschließen gehen Sie mit Sätzen wie "Im Wesentlichen hängt es von einer Person ab, die wäre hier der Stabschef, wenn der Stabschef von Anfang an keine Lust auf entsprechenden Bewerber hat" aktiv gegen die Arbeitsmoral meinerseits vor und stellen eine nicht arbeitende Behörde da, wie Sie um Buche steht. Eine Ablehnung ohne ein Gespräch hat nie einen unmotivierten Beamten sondern einen so gravierenden Ablehnungsgrund hervorgebracht, dass eine Einladung zu einem Gespräch keinesfalls sinnvoll wäre. Ebenfalls möchte Ich betonen, dass niemandem eine Einstellung wegen einer "Akte" oder einer Vorgeschichte verweigert wird. Schließlich lernt man immer dazu und verändert sich über die Zeit oder auch nicht.


Sie schreiben in Ihrem Unmut ebenfalls, dass auch der beste den Kriterien entsprechende Mitarbeiter, quasi ein Replikat unserer Bewerbungsvorraussetzungen, keine Chance hat ein Bewerbungsgespräch zu ergattern. Dies ist grober Unfug, da wir wie Sie im weiteren schreiben, jederzeit Staatsanwälte und weitere Mitarbeiter suchen und zu Gesprächen einladen. Ich möchte an dieser Stelle keinesfalls Ihre Kompetenzen anzweifeln, denn eben diese konnten bereits einmal zur Einstellung verhelfen und sprechen für sich. Wenn aber eine Einstellung eines kompetenten Mitarbeiters die Folge mit sich zieht, dass eine gesamte Behörde derart in Unruhe gerät und Kündigungen in allen Abteilungen, teils Behördenübergreifend mit sich ziehen würde, ist es meine Aufgabe und die aller Ministerien, die Balance und Arbeitsfähigkeit der Regierung aufrecht zu erhalten.


Ich kann keinesfalls bestätigen, dass die Regierung sich in eine Einbahnstraße entwickelt in der man nur eine Chance erhält. Wir führen viele Mitarbeiter die bereits ein, zwei oder gar dreimal ein Teil der Regierung und damit Teil des Behördenapparats von Los Santos waren. Jeder Mensch probiert seine Vielfältigkeit und entwickelt sich sehr eigen. So haben wir auch viele Mitarbeiter die von nicht staatlichen Erfahrungen und Straftaten berichten können, die lange zurück liegen. Ich möchte aber auch hier klarstellen, dass es klare Grenzen gibt die wir uns selbst setzen müssen. Und auch hier ist es ein Unterschied, ob ein Bürger mit Betäubungsmitteln auf dem Rücksitz in der Verkehrskontrolle auffällt, einen Beamten auf dem Gewissen hat oder gar Anschläge, Anfeindungen und Beleidigungen gegen die Behörde richtet, in der er angestellt werden will.


Wie Herr Brandt korrekt darstellt. Die Regierung ist eine kleine sehr teambezogene Behörde und das wichtigste Verbindungsstück für alle Behörden, Bürger und Bürgerinnen. Eine Anstellung in der Regierung ist und bleibt etwas besonderes und genau aus diesem Grund überlegt man hier zwei oder dreimal, ob eine Einstellung eines Mitarbeiters zur Arbeit in der Regierung, mit dem Parlament, den Behörden und der Zivilbevölkerung beiträgt. Die Regierung muss zu jederzeit funktionieren, damit ein jeder Bürger sich dank unseren Gesetzen auf den Straßen sicher fühlen kann, die Beamten Ihren wohl verdienten Loyalitätsbonus erhalten und ein Paar den Bund der Ehe schließen kann. Dies sind nur einige von vielen hundert Aufgaben die wir Woche für Woche bearbeiten und für Los Santos im Blick behalten.


Abschließen will ich sagen, dass man es nie allen Recht machen kann, wir aber unser bestes geben. Vielleicht sollten Sie Ihre persönlichen Differenzen und Hirngespinste, wie ein Auflösen der Regierung, einen kompletten Leitungswechsel, wie er nun fast stattgefunden hat oder ähnliches völlig unmögliches, einmal bei Seite stellen und mehr Kontakt zu etablierten Stellen der Regierung suchen, damit Sie uns von einem Prof. Eberhard Cunningham überzeugen können, der als bestes Beispiel für Veränderung und Einsicht voran geht. Denn am Ende des Tages wollen wir alle nur eines. Ein besseres Los Santos für uns alle.



Gerne können Sie mich für ein Gespräch kontaktieren.

Wenden Sie sich hierfür bitte an das Pressebüro.


Mit freundlichem Gruß


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Silas Grimes

Staabschef von Los Santos

Carcer Way 1

7041 Burton, Los Santos

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