Istoriya - Die Geschichte

von Nikolai Ryu-Makarow 01.05.2023 0 Antworten 197 Aufrufe
Nikolai Ryu-Makarow

01.05.2023, 17:21

Istoriya - Die Geschichte

Die Geschichte beginnt im Jahre 1990 in Moskau, ein Jahr vor dem Zerfall der Sowjetunion.


Wowa Sokolow hatte einen kleinen Laden am Rande Moskaus, in welchem er verschiedenste Arten von alkoholischen Getränken sowie kleine Snacks verkaufte. Nebenbei betrieb er im Keller des Ladens eine kleine Brennerei, um selbst Vodka herstellen zu können. Diesen verkaufte er ebenfalls in seinem Laden als Premium Vodka, den er selbst Sokolowskaja nannte. Dabei gab er sich viel Mühe den Vodka so klar wie möglich herzustellen, da es keinem auffallen durfte, dass dieser Vodka schwarzgebrannt ist. Der kleine Laden lief gut und machte relativ hohe Umsätze, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Sowjetunion zerbrach.



Russland 1991

Nach dem Zerfall der Sowjetunion verlor auch Sokolow, wie so viele andere, seinen Laden. Da er keinen Beruf erlernt hatte, konnte er auch kein Geld verdienen und seine Familie somit nicht mehr ernähren. Banditen hatten seinen Laden inzwischen ausgeraubt und alles mitgenommen, was noch übrig geblieben war. Seine Brennerei fand jedoch glücklicherweise niemand. Diese war gut unter einem der Tresen im Keller versteckt. Somit schlich sich Wowa jede Nacht in den Keller seines alten Ladens, um weiter Vodka brennen zu können. Allerdings verfiel er in Depressionen und einem Alkoholrausch und trank selbst zu viele Flaschen seines Vodkas. Um seine Familie noch ernähren zu können, verkaufte er dennoch einige Flaschen an andere Alkoholiker, auch wenn dieses Geschäft lange nicht mehr so viel Geld brachte wie das Jahr zuvor.



Am Rande von Moskau 1999

Wowa Sokolow und seine Frau Galina bekamen einen kleinen Jungen, den sie Igor nannten. Galina jedoch, ging es nach der Geburt schlecht und ihr Zustand verschlimmerte sich weiter. Am dritten Tag nach der Geburt verstarb Galina im Krankenhaus und ließ Wowa mit dem kleinen Igor alleine zurück. Wowa hielt diesen neuen Schmerz nicht aus und fing wieder an zu trinken. Seinen Sohn vernachlässigte er und versorgte ihn gerade so mit dem Nötigsten. Das Jugendamt bemerkte dies schnell, da seine Nachbarn mitbekamen, wie er mit dem Kind umging und so nahmen sie den kleinen Igor mit. Ab sofort sollte Igor im Kinderheim aufwachsen, in welchem er ebenfalls nur das Nötigste bekam, jedoch mehr als bei seinem Vater.



Moskau Kinderheim 2010

Igor lebte kein gutes Leben im Heim, doch es wurde ein kleines bisschen besser als ein neuer Junge ins Heim kam, sein Name war Anatolij Makarow und er wurde schnell Igors bester Freund. Die beiden verband ein ähnliches Schicksal und sie teilten viele gleiche Ansichten über das Leben. Da man in einem Kinderheim in Russland nicht viel machen kann, verbrachten die beiden Jungen ihre Zeit auf der Straße. Sie schlenderten von morgens bis abends umher und spielten allerhand Leuten allerhand Streiche.



Dasselbe Kinderheim 2015

Die beiden Jungen sind nun 16 Jahre alt und haben noch 2 Jahre Kinderheim vor sich, bevor sie mit 18 rausgeworfen werden. Da keiner von den beiden in der Schule aufgepasst oder irgendwas gelernt hat, konnte keiner vom Jugendamt den Jungs helfen. Außerdem waren beide polizeilich bekannt. Sie klauten Geld, verkauften Drogen, tranken Alkohol und rauchten Zigaretten.

An einem Abend war Anatolij alleine draußen unterwegs und verkaufte Krokodile an seine Stammkunden. Allerdings lief an diesem Abend alles schief, die Polizei stürmte den verlassenen Bahnsteig, an dem Anatolij sich des öfteren rumtrieb und nahm ihn fest. Für sein Vergehen kam er 3 Jahre ins Gefängnis. Igor besuchte Anatolij ab und zu, jedoch veränderte sich Igor von Zeit zu Zeit immer mehr. Er zog sich eleganter an, trug teuren Schmuck und hatte das neueste Handy bei sich. Er besuchte Anatolij auch immer seltener und kürzer.


Lefortowo Gefängnis - Moskau 2018

Anatolij wurde aus dem Gefängnis entlassen. Vor den großen Toren wartete jemand auf ihn. Es war Igor, welcher von 2 großen muskulösen Russen vor seiner S-Klasse umgeben war. Igor kam zu Anatolij und begrüßte ihn wie einen Bruder, er gab ihm sofort neue Klamotten, etwas zu Essen, zu Trinken und ein Handy. Beide fuhren in der S-Klasse, gefolgt von einer Eskorte zur Villa von Igor, die fast im Inneren Moskaus lag. Beide gingen hinein und Igor kam während der Vorstellung des Hauses direkt zum Geschäftlichen. Er fragte Anatolij, ob er nicht für ihn arbeiten wolle, um so reich zu werden wie er. Anatolij war erst skeptisch gegenüber Igor, da dieser vor einer Stunde aus dem Gefängnis kam und diese Villa nicht von legalem Geld stammen konnte.

Igor stellte Anatolij seine Brüder und Schwestern vor, welche nicht blutsverwandt und trotzdem wie eine Familie sind, mit welcher er die Organisazija aufgebaut hatte. Sie waren in alle krummen Geschäften in der Stadt verwickelt: Drogen-, Waffen- und Menschenhandel, illegale Brennereien für Alkohol und Schutzgelderpressung. Außerdem hatten sie einige Politiker und Staatsbeamte geschmiert, um keine Probleme mit dem Staat zu bekommen.

Das Angebot, Igors rechte Hand zu werden, klang für Anatolij äußerst verlockend. Durch den großen Wert der Familie und den Einfluss in Moskau wollte Igor sein Geschäft erweitern, nicht in Russland, sondern in einer der schönsten Städte der Welt - Los Santos.




Los Santos - 2023

Da er niemandem mehr vertraute als seinem von klein auf besten Freund, seinem Bruder, schlug dieser ihm vor, dass er in Los Santos die Organisazija gründen und leiten soll. Anatolij soll sich ein Anwesen suchen, das seinen Vorstellungen entspricht. Da Geld bei der Wahl des Anwesens keine Rolle spielte, suchte er bei seinen alten Freunden Nikolai, Koby und Jim um Rat bei der Wahl eines riesigen und noblen Anwesens.

Nach intensiver Suche wurden zwei Anwesen in die engere Auswahl genommen. Da die Villa in Richman im Gegensatz zur Fuente Blanca in Vinewood zentraler gelegen und der Stadtteilname “Richman” eines Geschäftsmannes würdig ist, beschloss er, dieses zu kaufen. Alle vier haben sofort mit der Einrichtung der Villa angefangen. Dabei wurde auf wichtige russische Objekte des Vergnügens, wie beispielsweise einer Sauna, geachtet. Im Keller des Anwesens wurde eine Destille für die Produktion von Vodka aufgestellt, um diesen an die Bevölkerung zu verkaufen oder auch ein, zwei mal selbst zu genießen. Sie tauften den Vodka “Sokolowskaya”. Allerdings hat die Produktion von Vodka noch eine andere positive Eigenschaft - Geldwäsche. Da kein Buch über die Einnahmen und Ausgaben vom Vodka geführt wird, fällt es leicht, Drogengeld rein zu waschen. Die Haupteinnahmequelle ist nunmal Krok und der Vodka ist lediglich ein Nebenverdienst.