Mike Lancaster
13.12.2023, 17:43
Mike Lancaster
Mike Lancaster wurde als Kind in ärmlichen Verhältnissen in Liberty City, Stadtteil Bohan, geboren. Seine Mutter war alkoholkrank und sein Vater arbeitete bei einer Hausverwaltungsfirma als Hausmeister für das Projekt “Northern Gardens”. Durch den Umstand, dass in diesem Stadtteil viele Drogen, Menschenhandel und Gang-Kriege an der Tagesordnung waren, hatte Mike keinen leichten Start in sein Leben. Es war ein Wunder, dass er durch den Alkoholkonsum seiner Mutter in der Schwangerschaft ohne körperliche oder geistige Einschränkungen geboren wurde.
Mike’s Kindheit verlief ziemlich kurvenreich und unkonventionell. Er hatte nur wenig Spielsachen und der Kontakt zu anderen Kindern und auch anderen Familien mit Kleinkindern war gar nicht vorhanden. Durch die zunehmende soziale Isolation seiner Mutter übernahm er auch diese Charaktereigenschaft. Da sein Vater stets am arbeiten war, hatte er nur ein sehr eingeschränktes väterliches Vorbild, welches ihm noch zum Verhängnis werden sollte.
Das Verhältnis seiner Mutter zu seinem Vater war immer angespannt, sodass Mike schon in seinen ersten Jahren seines Lebens mit gebrochenen Werten aufwachsen musste. Sein Vater regte sich stets über die Alkoholsucht seiner Mutter auf, daraus resultierte meist ein heftiger Streit zwischen den beiden.
Der Alltag von Mike war nie wirklich getaktet, er schlief immer erst spät abends ein, um dann gegen Mittag am nächsten Tag aufzustehen. Dieser Tagesablauf prägte sein Leben gewaltig. Eine Routine, die er nie wirklich ablegen würde…
Im Alter von fast drei Jahren gab es einen Zwischenfall, der sein Leben abrupt verändern sollte, ein Fluch und Segen zugleich. An besagtem Tag war sein Vater viel früher als sonst aus der Wohnung zur Arbeit aufgebrochen. Seine Mutter war allein mit ihm Zuhause, sie arbeitete nicht, da sie chronisch krank war (Sie hatte eine fortschreitende Leberschädigung durch den exzessiven Alkoholkonsum). Sein Vater brach allerdings nicht zur Arbeit auf, sondern zu einem Kontakt aus der Kartell-Szene, den er von seinem Job als Hausmeister kannte. Der Kontakt wohnte im von ihm betreuten Wohnkomplex.
Und so geschah es… Christian (Wie Mike’s Vater bürgerlich hieß) traf sich mit seinem Kartell-Kontakt im Algonquin, Stadtteil Castle Gardens. Sitzend auf einer Bank empfing ihn sein Kontaktmann. Sein Name war Pedro Vacello, ein Mittelsmann der organisierten Kriminalität. Christian begrüßte ihn und nahm auf der Bank Platz.
Nach einem kurzen Smalltalk kam es dann folglich zum Geschäftlichen: Christian fragte sehr direkt, ob es eine Möglichkeit gäbe, sich nebenbei etwas Geld dazu zu verdienen, damit zielte er auf die kriminellen Geschäfte ab, von denen er wusste, dass Pedro an ihnen beteiligt war. Pedro bot ihm an, mitzukommen und ihm seinen Boss vorzustellen. Christian überlegte kurz, akzeptierte dann allerdings, geplagt vom ständigen Auf und Ab innerhalb seiner Familie, diesen Vorschlag. Und so kam, was niemand ahnen konnte.
Pedro fuhr zu einem Randgebiet von Liberty City. Einem Ort, an dem Christian noch nie zuvor gewesen war. Es war eine Lagerhalle mit einem Pförtner am Eingang. Am Eingang stehend fragte der Pförtner Pedro, wer denn noch in seinem Auto säße. Er entgegnete nur: “Ein Neuer.”. Daraufhin ließ der Pförtner die Beiden durch.
Angekommen in der riesigen Lagerhalle erahnte Christian, wer hier am Werk war.
Die Menschen, die langsam aber stetig das Auto umkreisten, waren keine Kleinkriminellen. Christian kannte zwar niemanden von ihnen persönlich, wusste aber genau, wessen “Familie” das war. Man kannte ihn aus dem Fernsehen, aus den Interviews der Presse und schließlich auch deshalb, weil dieser eine Mann nahezu unbegrenzte Macht innehaben zu schien. Unter seiner Hand geschahen unaussprechliche Verbrechen in ganz Liberty City.
Als das Auto vor dem Mann in Weiß stehen blieb, stieg Christian langsam und bedacht aus. Der Mann hatte zwei Männer in grau-schwarzen Anzügen neben sich stehen. Links der eine, rechts der andere. Sie starrten Christian ununterbrechlich in die Augen. Der Mann in Weiß selbst hatte Christian den Rücken gekehrt. Pedro stieg nach Christian aus dem Auto und reihte sich in den Kreis von Männern ein, die bereits Stellung um das Auto bezogen hatten. Alle blickten auf Christian.
Der Mann in weiß fragte in rauem Ton: “Weißt du, wer ich bin?” Christian brachte aufgrund seiner eingesetzten Panik kein Wort heraus. Und somit drehte sich der Mann in Weiß langsam zu ihm um. Um Christian standen mittlerweile um die 20 Männer in blauen, schwarzen und grauen Anzügen. Christian wusste, wer er war, konnte es aber nicht aussprechen und entschied sich zu schweigen, um möglichst taff zu wirken. Der Mann in Weiß trug eine weiße Schädelmaske mit roten Augen.
Er sagte in angestrengter Stimme: “Ich bin Baron Richard Christian Lancaster. Und wer sollst du sein?!”. Christian konnte nicht fassen, in was für einer verzwickten Situation er sich befand. Er bekam kein Wort heraus. Pedro antwortete für ihn und sagte: “Er heißt Christian und er ist Hausmeister…will sich hier was dazu verdienen.
Der Baron kam langsam auf Christian zu. Er trat an seine rechte Seite und blieb stehen. Er flüsterte: “Du bist hier nicht erwünscht.”. Die Männer zückten sofort und simultan ihre Waffen und zielten auf Christians Kopf. Der entgegnete: “Ich habe nichts zu verlieren, außer meinen Sohn. Töte mich, und er wird sich eines Tages an dir rächen!”. Es waren die letzten Worte, die Christians Mund verließen. Der Baron gab das Handzeichen und es passierte. Zwei Kugeln trafen Christians Kopf. Er fiel leblos zu Boden.
Der Baron wollte sich nun Christians Sohn schnappen. Er erhielt von Pedro die Adresse von Christians Familie. Pedro kannte die Adresse, weil er nie ein richtiger Freund von Christian war, sondern ihn als Mitglied der “Familie” beschattete. Christian war nämlich kein unbeschriebenes Blatt, er versteckte als Hausmeister im tödlichsten Viertel des Stadtteiles ständig Leichen für eine rivalisierende Familie. Das war es, was ihn das Leben kostete.
Der Baron Lancaster machte sich in Kolonne auf den Weg zu seinem Ziel: Der Wohnung Christians Familie. Als der Konvoi ankam, stieg der Baron wutentbrannt aus dem Wagen und stieß alle Menschen auf seinem Weg zur Seite. Der Baron nahm den Aufzug in den 15. Stock. Ihn begleiteten sein Consigliere und sein Unterboss. Er ließ die Tür auftreten und ging in das Wohnzimmer. Mike’s Mutter war mit ihm im Arm eingeschlafen, wurde allerdings durch das Aufbrechen der Tür geweckt. Was dann geschah, prägt bis heute Mike’s Leben.
Baron Lancaster ließ mit einer Handbewegung Mike’s Mutter töten, noch bevor sie sich zur Wehr setzen konnte… Kopfschuss. Und das alles vor den Augen von Mike, der nach dem Schuss weinend in sein Zimmer rannte. Der Baron forderte alle anderen Familienmitglieder auf, die Wohnung zu verlassen und Mike’s Mutter verschwinden zu lassen. Der Baron näherte sich Mike, der weinend auf dem Bett lag. Er sagte nur ein paar Worte zu ihm, die Mike’s Leben veränderten. Diese Worte waren: “Mike, du hast deine Eltern verloren, weil du für Besseres bestimmt bist. Deine Mutter war krank, dein Vater war ein Verbrecher, aber du bist die Zukunft. Ab jetzt wirst du Mike Lancaster heißen und mit mir und einer neuen, sehr großen Familie leben. Komm’ mit, ich nehme dich mit zu deinem neuen Zuhause.”
Mike verlor alle Erinnerungen nach diesen Worten, er war traumatisiert… Seine Erinnerung kam erst im Alter von ca. 6 Jahren zurück. Mike lebte in einem riesigen Anwesen in Liberty City.
Umgeben von der Familie, seiner Familie… Familie Lancaster.
Baron Richard Christian Lancaster kümmerte sich um ihn, als seie er sein einziges Kind, dabei hatte Mike einen adoptierten Bruder. Sein Name war Max Lancaster, er war zwei Jahre jünger als Mike. Er wurde ebenso aus seiner Familie gerissen wie Mike. Die Beiden verstanden sich seit Anbeginn recht gut, und so wurde aus fremden Menschen über die Jahre tatsächlich eine Familie für Mike und Max.
In einem Interview verriet Baron Lancaster einige Charaktereigenschaften seines “Sohnes” Mike. So sagte er, er seie ein sehr eigenwilliger, durchsetzungsfähiger und selbstbewusster junger Mann. Seine Begabung, Menschen zu lesen, äußerte sich schon in jungem Alter. Er beobachte sehr viel und zöge daraus seine Schlüsse, meinte er. Außerdem besitze Mike Lancaster einen starken Willen und einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Er seie außerdem manchmal sehr impulsiv, aber dennoch immer fair zu seinen Mitmenschen. Dies beschrieb Mike nicht nur damals sehr gut, sondern auch heute noch.
Es stand immer fest, dass Mike Lancaster eines Tages der Kopf der Familie Lancaster werden würde.
Durch sein Familientrauma, welches nie medizinisch behandelt wurde, ist er selbst zu einem “Baron” geworden. Er lässt umbringen, kümmert sich selbst aber nie um das “Sauber machen”. Man könnte sagen, dass Mike durch den Wohlstand, die Familienmacht und den Respekt, den er sich erarbeitet hat, ein wenig größenwahnsinnig geworden ist. Er will das teuerste Auto, das luxuriöseste Haus und die schönste Frau an seiner Seite haben. Dafür setzt er sich auch persönlich ein, wenn es sein muss. Er ist in seiner Persönlichkeit dennoch sehr gefestigt und selbstbewusst. Mike ist ein sehr rationaler Mensch, kann aber immer auch durch seinen Charme überzeugen. Er ist zu Allem bereit, wenn es darauf ankommt. Er sagt über sich selbst: “Wer mit mir unterwegs ist, der hat 2 Leben.”
Mike ist ein loyaler Freund und ebenso seinen Praktiken über treu verschrieben. Er will die Spitze seines menschlichen Potenzials erreichen, dafür würde er auch durch die Hölle gehen.
Mike in einem Satz zu beschreiben, sähe dann ungefähr so aus:
Ein größenwahnsinniger, rationaler sowie gefährlicher, aber auch loyaler, charmanter und gütiger Mensch, der sich immer an erster Stelle um seine Familie kümmert.
